![]()
Befestigungs- und Montagesysteme sind im Sinne der Norm DIN 4102 keine tragenden Bauteile und können bisher keiner eigenständigen Feuerwiderstandsklasse zugeordnet werden. Eine Zulassung ist somit nicht möglich.
Um eine sichere Beurteilung für diese Systeme vornehmen zu können, werden erforderliche Versuche in Anlehnung an die Einheitstemperaturkurve der DIN 4102 Teil 2 durchgeführt. Diese legt den Temperaturanstieg über die Zeit fest. Basierend auf den Versuchsergebnissen erfolgt die Systembeurteilung. Ziel ist es, im Brandfall die Tragfähigkeit der Konstruktion für einen definierten Zeitraum sicherzustellen.
Konkrete Einbausituationen können sinnvoll in Brandversuchen geprüft und in Untersuchungsberichten dokumentiert werden. Die Prüfaussagen lassen sich jedoch in der Regel nicht auf andere Anwendungsfälle übertragen. Tragwerkskonstruktionen werden individuell auf das Bauvorhaben abgestimmt. Da jedoch nicht alle in der Praxis vorkommenden Konstruktionen in Brandversuchen geprüft werden können, verbleibt ein Interpretations- und Haftungsrisiko beim Installationsunternehmen.
Der Eurocode 3, DIN EN 1993-1-2 „Bemessung und Konstruktion von Stahlbauten“, Teil 1-2 „Allgemeine Regeln – Tragwerksbemessung für den Brandfall“ bietet neue Möglichkeiten.
Die grundlegenden Änderungen des Eurocodes gegenüber der DIN 4102 Teil 4 sind das neue Sicherheitskonzept und die Tatsache, dass brandschutztechnische Nachweise auf rechnerischem Weg geführt werden können. Sikla nutzt dieses numerische Nachweisverfahren für die Bewertung von Befestigungs- und Montagesystemen im Rohrleitungsbau. Die spezifischen Kenngrößen, die in die Berechnungen eingehen,
wurden in enger Zusammenarbeit mit der Materialprüfungsanstalt Stuttgart ermittelt.
Wir sind Ihr kompetenter Partner, auch in Sachen Brandschutz, sprechen Sie uns an!